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Archive for März 2012

„Iraniens we  love you“ lautet die sensationelle Nachricht auf facebook – und ein Sturm der Begeisterung geht um die Welt. Liebe ist stärker als angstgesteuerte Kriegshetze – welch mutmachendes Beispiel, dass man auch als einzelner Großes bewirken kann. http://www.facebook.com/israellovesiran

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Herr der eigenen Gedanken zu sein macht unbeschwert und glücklich.

Was erdreistet sich alles, mir in die Suppe zu spucken mit bescheuerten Gedanken. Wo käme ich denn dahin, wenn ich das alles zulassen würde. Ängste, Sorgen, Zweifel, Verunsicherungen und vieles mehr ploppten ungefragt aus irgendwelchen Schubladen in meinem Kopf auf, griffen meinen Katastrophenhorizont ab und dirigierten mich und mein Leben – und brachten NICHTS. Wofür ich mich alles verrückt gemacht hatte traf zu 95% gar nicht ein.

Ganz einfach fand ich den Schalter bei meiner Angst vor Einbrechern: „stell dir vor, du machst dich dein Leben lang verrückt und es kommt keiner.“ So wollte ich mich nicht länger veralbern lassen. Der Schalter war radikal umgelegt und hat schon über 30 Jahre lang fehlerfrei gehalten.

Den Umgang mit Katastrophen-Nachrichten in den Medien erkannte ich als Ware, die verkauft werden musste. Da hatten mich Waldsterben, Vogelgrippe, Rinderwahnsinn, Schweinepest und ich weiß nicht was uns noch alles ausrotten sollte, längst kuriert. Diesen ganzen Quatschkram ließ ich gar nicht mehr an mich ran.

Nun galt es noch die selbst produzierten Wespennester auszuräuchern. Dazu brauchte ich Übung und Geduld. Im Vergleich zum Anfang bin ich jetzt schon beim Feintuning angekommen und ich weiß, es wird leider nie enden.

Dieses neue angstfreie Leben ist unvergleichlich – prall voll mit Lebensenergie. Auch frei werden von Abhängigkeiten – von Besitzenwollen und was es da alles gibt – ist Lebensqualität.

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Ich mal mein Leben selbst

Geschenke, Geschenke – eine großartige Freiheit

Klar kannte ich die alte Volksweisheit: „jede Medaille hat zwei Seiten“. Aber deshalb war mir ja noch lange nicht klar, dass in jedem Desaster auch Geschenke stecken, wenn ich sie denn sehe.

Vermutlich wäre es mir früher wie eine Lästerung erschienen, wenn die dunkelste Stunde meiner Kindheit – der Tod meines Vaters – noch irgendwie eine positive Seite haben sollte. Erst mit Ende 20 hab ich begriffen, dass auch in rabenschwarzen Zeiten noch Geschenke für mich vorbereit sind.

Seit der Zeit schau ich schon sehnsuchtsvoll in die Runde, ob ich nicht doch irgendwo etwas Positives entdecken kann, wenn Schweres auf mich zu rollt. Nie mehr wollte ich nur auf das Schwarze starren und das Andere ausblenden. Klar kann ich so das Schwere nicht verhindern, aber meine Welt wurde dadurch viel heller.

Es gab schon bald das geflügelte Wort von mir: „wer weiß, was Gutes da drin steckt.“ Das fanden meine Kinder nur bedingt witzig und sie fühlten sich auch bestimmt nicht immer richtig bedauert und verstanden. Als mein Mann sich das Handgelenk brach, war der sehr schnelle Ausruf meiner Tochter: „also Mami, jetzt fang nicht wieder damit an, das darin noch etwas Gutes stecken soll!“ Aber nach ein paar Tagen konnte ich erzählen, was für ein unendlich großes Geschenk für mich darin versteckt war.

Nach der OP steckten aus dem Gelenk noch so lange Metallstäbe zur Stabilisierung – huch das sah grässlich aus. Damit war mein Mann auch zu Hause und traute sich verständlicherweise auch nicht, sich groß damit zu bewegen.

Ich hatte einen recht stressigen Job und machte doch manchmal ein langes Gesicht, wenn ich vor dem Unfall nach Hause kam und mein Mann hatte etwas nicht erledigt, von dem ich glaubte, er würde es tun. Dann hab ich es selbst mit Grummeln im Bauch gemacht.

Nun, nach der OP machte ich die Sachen mit frohem Herzen, denn er war ja außer Gefecht gesetzt. Da fragte ich mich: „Hey, hab ich schon immer die freie Entscheidung gehabt, wie ich die Sachen erledige, ob mit Grummeln oder mit frohem Herzen?“ Ja, das war ein Befreiungsschlag für mich. Ich selbst bewerte jede einzelne Situation in meinem Leben, ob sie wirklich so dramatisch ist oder ob sie vielleicht gar nicht schlimm ist. Was für eine fantastische Aussicht ist das denn – das ist der Hammer.

Wie großartig wurde das alles geplant – wir bestimmen unser Leben selbst. Ich bin also gar nicht abhängig von den äußeren Umständen. Ich entscheide selbst, wie ich damit umgehe. Dies war für mich ein großer Schritt in die Freiheit.

Ja, sehr gerne wollte ich die Verantwortung übernehmen für mein eigenes Leben. Es schreibt sich deutlich einfacher, als es für mich dann war….. denn es hatte viel mit Vergebung zu tun.

Ok, was tun, wenn man sich z.B. eine verbale Ohrfeige eingehandelt hat und dieser Person nicht aus dem Wege gehen kann. Klar spreche ich so jemandem ab, meine Laune für den Tag zu bestimmen. Aber damit es nicht weiter durch meinen Kopf geistern kann, muss ich ihm verzeihen. Das habe ich am Anfang als ziemliche Schwerstarbeit empfunden, denn einfach so daher sagen kam bei mir im Inneren nicht an und hatte keine Wirkung. Ich musste es schon ehrlich meinen, erst dann fiel eine große Last von mir ab. Ich habe nicht vergeben um ein guter Mensch zu sein, sondern damit ich selbst davon frei wurde.

Im Nachhinein kann ich nur sagen, es haben sich die tollsten Sachen daraus entwickelt – vor allem im Job wo es immer mal Grund gegeben hätte, sich kräftig zu ärgern. Es macht was mit dem Gegenüber – der sich im Ton vertan hat – wenn er sieht, dass seine Worte so ganz ohne Gegenreaktion sind und man ihm weiter offen gegenüber tritt. Das hat auf lange Sicht das Klima super verändert.

Man bekommt auch immer mehr Übung darin, kann die Probleme beim Anderen sehen, sie bei ihm lassen und fühlt sich gar nicht mehr angesprochen.

Ist schon aufregend, die Geschichte mit der Freiheit.

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Was für ein Jubel, der erste richtige Frühlingstag!

Ratzfatz die Gartenliegen raus und geschützt in die Sonne. Klar hab ich mich noch in eine Decke gekuschelt – aber die Sonne wärmt schon richtig. Eigentlich wollte ich nur ein paar Ideen sammeln für diesen blog, da hörte ich, was draußen alles los war: die Meisen lieferten ein Konzert – ich bin sicher, auch zur Ehre Gottes – dass sie bestimmt heute Abend Rachengold brauchen, so sehr haben sie die kleinen Kehlen strapaziert.

Meine 10 Nistkästen im Garten haben sich  rumgesprochen und sind seit Jahren schnell besetzt von Meisen, Rotkehlchen und anderen Starsängern. Ich liebe ganz besonders diese Konzerte am frühen Morgen, gleich beim Aufwachen. Da fällt es mir noch leichter in den Jubel für den neuen Tag mit einzustimmen.

Frühling ist überhaupt so eine tolle Erfindung. Frühling ist wie ein neuer Tag – man ahnt schon, wie toll alles werden wird. Der große Gärtner Gott (Nolde nannte ihn mal so in einem seiner Bilder) hat alles so wunderbar vorbereitet.

In jedem klitzekleinen Samenkorn ist schon alles für die große Pflanze angelegt – die Blüten, die Blätter, die Früchte – wie bei uns – da sind auch schon die vielen tollen Taten, die Talente, die große Liebe, die strahlende Freude angelegt, alles ist schon da. Genau so läuft es gerade draußen in der Natur. Und gemeinsam ist da auch die gewaltige Energie, die hinter allem steckt – die Kraft um zu wachsen.  Wir müssen uns gar nicht selbst so irre anstrengen, es ist schon da, wir müssen es nur zulassen oder besser noch, dankbar in Empfang nehmen.

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