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Archive for August 2012

China 1

Visier auf, Rüstung ablegen – oh oh, das könnte gefährlich werden. Meinem Umfeld (Kollegen, Partner, Freunden) zeigen, wo ich verletzbar bin – zu riskant – speziell im Job. Das kann man nicht machen, das wird ausgenutzt und schwups ist man ein Weichei dem man nichts mehr zutraut – nee nee, das geht nicht.

Urteile ich vielleicht auch so über Andere die zugeben, nicht alles so perfekt im Griff zu haben? Bin ich auch längst so gepolt, dass man Sieger sein muss, immer, überall, auf jedem Gebiet. Eigentlich wissen wir doch längst, jeder ist nur auf manchen Gebieten Sieger – wenn überhaupt.

Wie wohltuend, wenn es die seltene Gelegenheit gibt, dass ein geschützter Raum es möglich macht sich zu öffnen. Ich erinnere mich an einen Flug von Düsseldorf nach London, der ausfiel und wir – alle so zwischen 20 und 30 Jahre alt damals – die Nacht am Flughafen verbrachten (Billigflug, nix mit Hotelersatz). Die Not hatte uns zusammen gewürfelt und man sprach mit einer seltenen Offenheit in der Gewissheit, die seh ich sowieso nicht wieder. Wir waren alle selbst erstaunt über dieses Phänomen, sprachen es auch an. Die tollsten Gespräche ergaben sich, waren eine große Bereicherung und zauberten eine Nähe mit diesen wildfremden Menschen, die wir nie für möglich gehalten hätten. Unfassbar viele Barrieren wurden übersprungen – Menschen, die wir als uninteressant abgestempelt oder in andere bescheuerte Schubladen gepackt hätten standen im strahlenden Licht durch ihre Offenheit.

Oder deutlich später eine Diskussionsrunde wo jemand gestand, dass er überzeugter Christ sei aber als Naturwissenschaftler nicht an ein Leben nach dem Tod glauben könne – wir saßen wohl mit offenem Mund da, bis ich mich für sein Vertrauen und seine Offenheit bedankte. Er meinte, das kann ich nur hier sagen, mein Bruder würde es mir ein Leben lang auf’s Butterbrot schmieren. So mag es hin und wieder anonyme Kreise geben, wo man sich öffnen kann.

Wo und wann bin ich eigentlich verletzbar, ist mir das überhaupt noch bewusst, was ich alles schützen möchte? Ich meine, es sind die Sachen, die mir kostbar sind, die mir viel bedeuten, oder etwas was mir Angst macht. Vielleicht wurde ich mal so verletzt dass es immer noch eine Wunde gibt und mein Schutzwall so groß ist, dass ich selbst  – auch in Ausnahmefällen – da nicht  mehr ran käme. Hab mir längst eingeredet, dass das alles so in Ordnung ist und begrenze mich so immer mehr. Wenn ich mich vorsichtig öffne und dann kommt der falsche Satz oder vielleicht auch nur der falsche Blick – zack mach ich die Schalen wieder zu wie bei einer Muschel.

Ist es nicht auch dann, wenn ich Fehler eingestehe statt sie irgendwie so hinzubiegen, dass es entweder eine Bagatelle oder ein Scherz war und von mir ja gar nicht so gemeint? Oder ich verdrehe alles so, dass ich sogar noch wie das Opfer erscheine statt mich zu entschuldigen für den Quatsch, den ich da verzapft habe. Mache ich mich verletzbar (erpressbar) wenn ich etwas zugebe, was ich mal „verbrochen“ habe? Das könnte der Andere ja ganz übel ausnutzen nach dem Motto – „ja, Du hast ja damals auch……..“ und schon ist man geschwächt.

Sich in der Firma verletzbar machen – zugeben, dass man zu Hause Stress hat, ein krankes Kind oder seine alten Eltern pflegen muss – da erhält man schnell einen Stempel: nicht mehr voll leistungsfähig, Vorsicht bei Beförderung oder bei verantwortungsvollen Aufgaben etc. Macht man sich nicht auch verletzbar, wenn man seinem Vorgesetzten gesteht, dass man kurz vor dem burnout steht (und allem, was dieser Begriff noch bedeutet). Oh was müssen wir alles schützen – und im Job scheint es mir besonders heikel zu sein.

Aber privat???? – in einer liebevollen Partnerschaft – kann ich mich da verletzbar machen? Schwächen, Sorgen, dunkle Stellen aus der Kindheit und vieles mehr aussprechen – oder muss ich da auch noch den starken Max spielen.

Verletzlichkeit – das kann man wohl von vielen Seiten beleuchten:

was gewinne ich mit meiner Offenheit. Ich meine, ich bekomme sehr viel Nähe geschenkt, denn Mauern schaffen Distanz, das kann nichts werden. Nur mit Offenheit und Ehrlichkeit ist Hilfe möglich. Wie sollen denn Freunde wissen, wie sie helfen können, wenn ich nicht zugebe, wie schrecklich etwas ist oder war, was da passiert ist. Sicherlich ist da der Job immer wieder differenziert zu betrachten, aber verstehen und helfen können Andere auch nur dann, wenn sie wissen, wo der Schuh drückt.

wie verhalte ich mich selbst, wenn mir eine solche Offenheit begegnet? Wie reagiere ich wenn mir der Andere mit wundervoller Offenheit sagt, was ihn sorgt. Da musste ich auch ganz schön lernen, in meiner Betroffenheit nicht gleich die guten Ratschläge rauszuschleudern, die er selbst vermutlich alle selbst schon ausprobiert hat. (Ratschläge sind auch Schläge hab ich mal gelernt). Einfach nur da sein, verstehen und die Schwere erkennen ist glaube ich schon ein guter Schritt.

Ich meine, dies ist eine gute Stelle mal innezuhalten und zu schauen, wie gehe ich mit der Offenheit/Verletzlichkeit Anderer um. Kann ich das überhaupt aushalten? Wie gehe ich mit meiner Hilflosigkeit um, dieses Problem des Anderen nicht lösen zu können? Nur einfach (haha) eine Plattform zur Verfügung zu stellen, darüber überhaupt mal zu sprechen das ist manchmal schon Erlösung. Bei mir hilft „mit Anderen reden“ auch, um für mich Klarheit zu schaffen in meinem Gefühlschaos – insofern ist ein Zuhörer schon eine Kostbarkeit. Aber ich muss zugeben, dass ich auch da bereits meine Grenzen kennengelernt habe. Nur als Auffangbecken für die anderen Probleme da zu sein, zuzuhören, das fällt mir manchmal schwer. Die nötige Distanz zu finden und sich nicht runterziehen zu lassen von den Problemen des Anderen ist manchmal nicht leicht.

Wie reagiere ich als Chef, wenn mir Schwächen mitgeteilt werden. Sind Mitarbeiter nur Leistungspunkte, die meinen eigenen Erfolg stützen? Hab ich überhaupt den Umgang mit Schwächen gelernt, gibt es diesen Punkt im Studium?

Welche Selbstschussanlagen habe ich an meiner Grenze aufgebaut, wenn es an meine heiklen Themen geht. Oh, da haben wir uns schnell Muster angelacht, wie wir das Thema abwürgen können….. Ein Witz darüber, schnell alles ins Lächerliche ziehen und schon hat keiner mehr Lust nachzufassen. Oder manchmal können wir auch wirklich und ehrlich begriffsstutzig sein, weil wir es selbst schon nicht mehr sehen, dieses Problem. Wir können auch rabiat werden, wenn jemand ein heißes Eisen anfasst. Ach, ich glaube, es lohnt immer den zweiten Blick, wenn wir etwas vehement abstreiten, dann scheint Wahrheit dahinter zu stecken. Es soll sogar manchmal so sein, dass ich etwas am Andren verachte, was ich an mir nicht aushalten kann. Eigentlich verrate ich recht deutlich mit meiner Selbstschussanlage, wo meine verletzbaren Stellen sind. Falls ich auf der Suche bin, um mir selbst auf die  Schliche zu kommen, dann wäre das eine heiße Spur.

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Irgendwo beim Discounter muss es die doch geben – und zwar ratzfatz sofort bitte. Hatte ich davon eigentlich mal Vorräte oder war die immer sofort aufgebraucht – kann mich gar nicht so recht erinnern, wo die mal rumlag diese Gelassenheit. Erinnere mich mehr an dieses HB-Männchen aus dem Kino – das kennen sicherlich nicht mehr viele – das sofort in die Luft ging, wenn etwas nicht so klappte.

Dabei ist Gelassenheit ja ein ganz kostbares Ding – Souveränität, heitere Besonnenheit, sogar Abgeklärtheit, Ausgeglichenheit, Toleranz und Distanz halten sich in dem Wort versteckt – sagt das Internet. Dann will ich das erst recht sofort bitte. Aber irgendwie ist die Gebrauchsanweisung nicht zur Hand.

Ist das etwa wieder so etwas, was ich mir erarbeiten muss? Oh nicht schon wieder. Wie kann ich es schaffen, dass ich einer kribbeligen Situation nicht hilflos ausgeliefert bin und nur noch instinktiv reagieren statt agieren kann. Fangen wir mal ganz klein an – im Straßenverkehr. Klar wissen wir längst, dass Spurenhopping in der Stadt nichts bringt – aber irgendwie scheint es uns glauben zu machen, wir tun was gegen den Stau und sind ihm nicht hilflos ausgeliefert. Aber wie verkrampft sitzen wir hinter dem Steuer statt mit Gelassenheit toller Musik zu lauschen und genau so schnell-langsam aber deutlich erholter ans Ziel zu kommen als der Hopper. Oder an der Kasse wo wir wieder in der Schlange stehen, wo nur Langweiler sind. Wie viel wohler fühle ich mich selbst mit südländischer Gelassenheit, die ich im Urlaub doch immer so bewundere, wenn noch ein paar Sätze getauscht werden beim Kassieren.

Wer sitzt mir da eigentlich im Genick und jagt mich – bin ich das etwa wieder selbst? Je länger ich da drüber nachdenke, desto besser kann ich benennen, was ich will und was nicht. Also, ich will nicht diese halb tote Abgestumpftheit, die man auch für Gelassenheit halten könnte – nein die will ich nicht. Ich will diese heitere, leichte, distanzierte, wohlwollende Einstellung, die mich so erhaben auf alles schauen lässt und mit kühler und doch warmherziger Hand alles regeln lässt. Ja, genau die soll es sein, wo plötzlich alles so leicht dahinperlt. Ach, ist doch mal gut, sich darüber Gedanken zu machen – wie gut dass ich nun weiß was ich will.

Erst einmal entscheide ich, dass weder der Autofahrer, der Kassierer, der Kollege, der Chef oder überhaupt irgendwer das Recht hat, mich zum HB-Männchen zu machen. Das wär schon mal geklärt. Ich glaube, am einfachsten ist es für mich, wenn ich erst mal wohlwollend an alles rangehe, das sich mir vermeintlich in den Weg stellt – wenn ich davon ausgehe, dass keiner mich ärgern/verletzten will. Wenn ich einfach alle Menschen zu meinen Freunden erkläre – würde das nicht helfen? Wenn mich der drängelnde, spurhoppende  Autofahrer nur daran erinnert, dass ich auch mal diese schreckliche Zeit ohne Gelassenheit kannte als ich wie ein gehetztes Reh verkrampft hinterm Steuer saß; wenn der ungerechte, tobende Chef mir nur zeigt, wie er unter Druck steht und ich mich gar nicht angesprochen fühlen muss. Was würde wohl geschehen, wenn ich ihn frage, was ich tun könnte, damit es ihm besser geht – ob er dann das HB-Männchen macht und rausrennt?

Ganz schlimm unter Druck gerate ich, wenn ich alles selbst machen will – oder meine, alles selbst machen zu müssen. Ja, da hab ich in der Tat ein Geheimrezept, was sicherlich nur schwer zu verstehen ist, wenn man es nicht einfach mal selbst ausprobiert. Ich gehe möglichst noch mal einen Schritt zurück und schau mir alles positiv an, vertraue auf einen großen Plan und dieses Gefühl in mir – ganz gleich ob wir dies Intuition nennen oder den großen Schöpfer oder wie auch immer. Ich weiß, hört sich schwierig an, ist aber ganz einfach. Vermutlich kann man es sich am besten so vorstellen, dass dann alles so läuft – so mit leichter Hand – als wenn man wahnsinnig gut drauf ist, dann schafft man ja auch oft das doppelte Pensum von dem was sonst zu schaffen ist wenn man vielleicht verbissen an die Projekte ran geht. Es geht alles einfacher von der Hand – so ratzfatz. Wetten, dass Sie dann Ideen haben, auf die Sie sonst nicht gekommen wären – Ok ok, ist ungewohnt, aber nur, wenn man es nicht ausprobiert…..

Schnell weg und wieder ins „normale“ Fahrwasser. Ich kann Gelassenheit vielleicht auch dann erlangen, wenn ich mich ab und zu in die Lage des Anderen hineinversetze, schaue, was wohl seine Gründe sein mögen, so zu reagieren. Oftmals würde ich ihn sogar verstehen und es genau so machen wie er – ich hatte nur einen ganz anderen Gedankenansatz, der mich so ungeduldig machte. Ja, ist Ungeduld das Gegenteil von Gelassenheit? Ich denke es ist noch mehr – Aufgeregtheit, Missgunst, Spannung, Wildheit und noch mehr finde ich dazu im internet – ich möchte sogar noch Egoismus hinzufügen, dass nur meins wichtig ist….

Ach ja, mal alle Fünfe gerade sein lassen, nicht so perfekt sein wollen ist bestimmt ein toller Schritt in die richtige Richtung. Vertrauen können, dass die Kinder, die Kollegen oder überhaupt die Anderen auch richtige Wege gehen, ohne dass ich es permanent kontrolliere – eine positive Erwartungshaltung hat ja auch schon reichlich Türen geöffnet.

Wie hoch steck ich meine Ziele – sind es wirklich meine Ziele oder sind es auch von „was sollen die Nachbarn sagen“ geprägte Bilder?

Weglachen den ganzen Quatschkram, sich selbst mal aus einer Distanz zu beobachten macht schon manchmal deutlich, wie albern wir uns verhalten – wie HB-Männchen eben, da kann man sich schon köstlich über sich selbst kaputtlachen – das hilft ungemein.

Ja, tatsächlich kriegt man im Alter ganz viel Gelassenheit geschenkt – das macht frei – man macht sich nicht mehr für all den Blödsinn verrückt, man hat begriffen, dass es viele Wege gibt zum Glück. Ich erinnere mich gerade an einen Ausspruch eines damals sicherlich ca. 80jährigen Besuchers als wir feststellten, dass unser junger Hund den antiken Flurschrank angefressen hatte – und zwar ordentlich. „Ach, in 20 Jahren werdet ihr fragen – wie hieß noch mal der Hund der damals den Schrank angefressen hat?“

Ja, diese Schaukelstuhl Frage, wenn wir mit 100 Jahren auf unser Leben zurück blicken und uns fragen was war wichtig – ob dann dieser Augenblick dazu zählt, den wir gerade so wichtig nehmen dass wir zum HB-Männchen werden könnten?

Wie viel souveräner bin ich doch mit einem dicken Polster an Gelassenheit – da werd ich noch mal ordentlich dran arbeiten – es scheint sich zu lohnen…….

Ich wünsch  Euch so viel Gelassenheit, dass sie Euch aus den Taschen quillt – auf Vorrat sozusagen………

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Da sind wir uns doch alle einig – wir wollen ihn haben den Erfolg. Nur sicherlich versteht jeder etwas anderes darunter. Der Eine ist erfolgreich wenn er Auto, Haus, Pferd besitzt, der Andere, wenn er seine work-life-balance hinbekommt und der Dritte ist erst glücklich wenn er auf dem Treppchen steht und nicht die Häme der Nation erntet, weil es „nur“ der 4. Platz bei Olympia war – ja und für einige ist es wichtig, sich auf ihrem „inneren Weg“ weiter zu entwickeln um mit sich selbst in Frieden leben zu können – um das warme Gefühl der Zufriedenheit und Dankbarkeit zu leben.

Gerade heute hörte ich, wie nachhaltig die Paralympics unser Bild von den besonderen Sportlern/Menschen verändert haben. Wie anders wir Behinderung auch im Alltag wahrnehmen – das ist ein Riesenerfolg. Der Slogan „spar dir dein Mitleid für meine Gegner auf“ gefällt mir sehr. Diese Menschen können alles genau so gut – bis auf das eine, wo gerade die Behinderung liegt. Behandelt werden sie wohl oft so, als wäre mit der Unfähigkeit zu laufen auch das Denken und vieles Andere eingeschränkt.

Aber auch im Berufsleben kann Erfolg Mut machen „vom Tellerwäscher zum Millionär“ hat schon Generationen dazu gebracht, nicht aufzugeben. Nach dem „hinfallen“ wieder aufzustehen und es erneut zu versuchen. Was bedeutet der Erfolg von Obama für all die Afroamerikaner – unfassbar – yes we can!

Nach meinen eigenen Maßstäben erfolgreich zu sein – ja, das macht was mit mir. Im Idealfall lässt es mich leicht und locker durch die Welt spazieren. Gibt mir das Gefühl am richtigen Platz zu stehen und ich denke, es schenkt mir (meistens) auch Zufriedenheit. Ich kenne jedoch auch den Ausspruch eines Vorstandsvorsitzenden eines großen Unternehmens: „ich war doch selbst viele Jahre Kollege im Vorstand und nun als Vorsitzender bin ich plötzlich kein Kollege mehr? Ich wusste nicht, dass ich als Vorsitzender so einsam sein werde.“

Haben wir selbst definiert, wann wir erfolgreich sind oder definiert das die Gesellschaft – vielleicht bedeutet es auch nur „immer höher, immer weiter, immer mehr“ egal wo wir stehen. Man darf nicht stehen bleiben auf einer Stufe, es muss noch was Besseres kommen. Ist jeder, der nicht erfolgreich ist, eigentlich schon ein Versager? Gibt es das anerkannte Mittelmaß noch wo man zufrieden ist mit dem Erreichten? Muss man sich schon als Aussteiger outen – wenn man sich für den Erfolg nicht abhetzt und verbiegt?

Dann gibt es auch diese Sehnsucht zu den Erfolgreichen zu gehören und hat als letzte Verzweiflungstat für den eigenen Erfolg nur noch das Rezept „über Leichen zu gehen“, skrupellos die eigenen Interessen durchzusetzen, komme was wolle. Es gibt den „Erfolg“, der einen selbst und das Umfeld unglücklich macht – vielleicht sollte man ihn dann anders nennen. Ich habe zwar etwas erreicht, aber der Erfolg schmeckt schal. Man hat alles Materielle, aber keine Freunde mehr, vielleicht ist auch die Familie dabei zerbrochen. Man lebt in einer „kalten Pracht“ die zwar repräsentativ ist aber gar nicht der eigenen Gemütlichkeit entspricht.

Das tolle Auto macht nicht wirklich reich – es sind die Freundschaften, die warmen Beziehungen in denen man und mit denen man lebt, die zufrieden machen. Wir haben doch längst gelernt, dass das Besitzen nur ein kurzes Strohfeuer ist und schon nach ein paar Tagen wenn nicht gar Stunden langweilt.

Was erhoffe ich mir vom Erfolg: Glück, Ansehen, Zufriedenheit, Anerkennung – da müssen wir sicherlich manchmal lieber zweimal hinschauen, ob wir das tatsächlich da finden können, wo wir uns abmühen.

Wir sollten schon unseren Kindern klar machen, dass Erfolg ein zweischneidiges Schwert ist und manchmal an ganz anderen Stellen verborgen liegt, als wir es vordergründig suchen.

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